Das Erfolgs-Musical “Wicked – Die Hexen von Oz auf der Leinwand?” Geht das überhaupt? Nun habe ich gelesen, dass Brett Ratner sich der Herausforderung stellen will, Elphaba, Glinda und Co. ins Kino zu bringen.
Ich durfte das Musical live erleben und kann mir im Augenblick nicht vorstellen, ob ein Film ohne Gesang trotzdem diese starken Gefühle beim Zuschauer auslöst. Man darf also gespannt sein, mindestens bis zum kommenden Jahr, erst dann hat der Produzent Brett Ratner Zeit sich diesem großen Projekt zu widmen.
Wer das Musical und die Geschichten der Hexen nicht kennt, hier eine Zusammenfassung:
Wicked spielt in der Zauberland Oz und zwar bevor das berühmte kleine Mädchen Dorothy dorthin findet. Die Hauptdarstellerin ist die grüne Hexe Elphaba, die mit ihrem “Tick” Außenseiterin ist und meist gemieden wird. Sie wird nur in die Schule geschickt, um auf ihre behinderte, jedoch “normale” Schwester Nessa aufzupassen. In der Schule die schöne und vewöhnte Hexe Glinda kennenlernt. Diese behandelt sie anfangs ebenso abschätzig wie alle anderen, bis eines Tages Elphaba eine große Zukunft vorausgesagt wird: Der Zauberer von Oz hat ihren “Tick” als Talent erkannt und möchte sie unter seine Fittiche nehmen, sobald sie soweit ist. Glinda, das verwöhnte und auf Äußerlichkeiten bedachte Mädchen, deren Lebensziel es ist, die Populärste im Land zu sein, buhlt nun um Elphabas Aufmerksamkeit, um von ihrem Talent zu profitieren. Gut und Böse freunden sich vermeindlich an.
Schließlich wird sie vom Zauberer in die grüne Smaragdstadt eingeladen. Sie entdeckt dass er kein guter Zauberer ist, sondern ein böser, der ihre Zaubererei missbrauchen und die sprechenden Tiere von Oz zu Sklaven machen will. Elphaba wendet sich von ihm ab, will die Tiere retten und versucht ihren Ruf zu bereinigen, jedoch ist es zu spät. Er hat bereits im ganzen Land Lügen über sie verbreitet, so dass sie nun gefürchtet ist. Ihr bleibt nichts anderes als zu fliehen. Das Mädchen Dorothy bekommt den Auftrag über die böse Hexe zu triumphieren.
Peter M Hetzel schreibt (Schweizer Illustrierte, 4.02.2008)
“… Doch im Gegensatz zur stark vereinfachten Bühnenvariante bietet der Roman von Gregory Maguire ein neues und vielschichtiges Bild der altvertrauten Figur. Denn die “Böse Hexe des Westens” ist ein Mensch mit Wünschen, Sehnsüchten und Ängsten. Sie liebt, hofft kämpft und scheitert. Oz ist kein verträumtes Zauberland, sondern ein von Intrigen und Kämpfen durchzogenes Land. So wie unsere Welt im wirklichen Leben.”
Also meinen Amazon-Merkzettel habe ich bereits um ein Buch erweitert.